Interview mit Erik Daum

Erik Daum

Vor zehn Jahren schloss Erik Daum sein Wirtschaftsstudium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Heute arbeitet er als Prokurist bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Erfurt und hat mit dem Alumni Jenenses e.V. über seinen Werdegang gesprochen.

Direkt nach dem Abschluss des Studiengangs BWL/IKM im Jahr 2003 entschied sich Erik Daum seine Karriere bei PwC zu beginnen. Insbesondere die Möglichkeit verschiedene Unternehmen, wie die Stadtwerke aber auch mittelständische und DAX30-Unternehmen innerhalb kurzer Zeit kennenzulernen sowie das Angebot der Aus- und Weiterbildung ließen einen Karrierestart bei PwC attraktiv erscheinen. Mittlerweile ist Erik Daum seit zehn Jahren bei PwC beschäftigt. Zunächst war er als Prüfungsassistent tätig und konnte sich durch ein Berufsexamen zum Steuerberater weiter qualifizieren. Sechs Jahre später arbeitete Erik Daum im Bereich der Wirtschaftsprüfung und zog für die Arbeit zwei Jahre nach Zürich, bevor er seine aktuelle Stelle in Erfurt antrat.

In seiner Position als Prokurist und Manager ist Erik Daum verantwortlich für die Beratung und Prüfung der Jahresabschlüsse von mehreren Unternehmen und leitet ein eigenes Team. Als besonders spannenden Aspekt seiner Tätigkeit sieht er den hohen Wettbewerbsdruck in der Wirtschaftsprüfung, die die Gesellschaften dazu zwingt, ihre Prozesse ständig zu überdenken und neu zu gestalten. Auch die vielfältigen Entwicklungen und die Zusammenarbeit mit Mandanten aus unterschiedlichen Branchen seien ein interessanter Bestandteil seiner Arbeit.

Das Studium und die Bedingungen an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Jena waren für Erik Daum rückblickend eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben, die er seinen Nachfolgern ebenso wünscht. Viele der im Studium erlernten Inhalte könne er auch in der Praxis anwenden. Das vermittelte ökonomische Allgemeinwissen, grundlegende Accounting-Kenntnisse sowie die Fähigkeit sich schnell auf Neues einzustellen, hätten ihm sehr genutzt und wären Fähigkeiten die gerade Studenten mitbringen würden. Den größten praktischen Nutzen für seine Arbeit als Wirtschaftsprüfer sieht Erik Daum jedoch in der Statistik, die für eine erfolgreiche Jahresabschlussprüfung unverzichtbar ist. Stichproben und Verteilungsrechnungen wären dabei unabdingbar, auch wenn sie für ihn während des Studiums eher ein notwendiges Übel dargestellt hätten. Ebenso wären Kenntnisse in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte relevant, um größere Zusammenhänge zu verstehen. 

Obwohl Erik Daum selbst während des Studiums noch keinen Bezug zur Wirtschaftsprüfung hatte, sei das Schwerpunktfach Rechnungswesen eine gute Wahl für eine spätere Tätigkeit in diesem Bereich gewesen. Er betont jedoch, dass das Schwerpunktfach nicht allein ausschlaggebend ist, stattdessen sei eine gewisse Affinität zu Zahlen wichtig. 

Insgesamt empfiehlt Erik Daum ein betriebswirtschaftliches Studium an der Universität in Jena, da es einen Musterweg für den Einstieg in viele ökonomische Berufe darstelle. Außerdem sei Jena eine schöne und lebenswerte Stadt, die gerade durch ihre Universitäts-Strukturen besteche.